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Segen für Zeitzeugen christlicher Kultur (4)

"Loua"-Kreuz

Das Kreuz an der Ecke Bauerstraße/Großbüchlberger Straße hatte es nötig. Vom Dreck befreit steht es jetzt wieder an seinem alten Platz und erhielt am Freitagabend durch Pater John ein weiteres Mal den kirchlichen Segen.

Beinahe völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit hatten in den letzten Wochen Alfred Grillmeier und Karl Koller mehrere Kreuze in der Stadt gesäubert. Das sog. „Loua-Kreuz”, das nun am Freitag im Rahmen einer kleinen Feierstunde wieder zu neuen Ehren kam, war besonders verschmutzt. Ein Grund für den Arbeitskreis Heimatpflege, es wieder zu restaurieren.

Nach Absprache mit einem Steinmetzmeister entschloss man sich, neben dem „Lobenhofer-Kreuz” auch gleich noch dieses Kreuz zu sandstrahlen. Und überraschend kamen die Jahreszahl der Kreuzerrichtung und das Ornament im Stein zum Vorschein. Sie waren im Laufe der Jahrzehnte durch Ablagerungen mehr oder weniger verschwunden oder stark entstellt. Die Jahreszahl 1940 steht jetzt wieder für alle lesbar auf dem Sockel. Wer das Kreuz errichten ließ, kann man auf Grund des Familiennamens ebenfalls erkennen, nämlich die „Familie Zeitler”.

Es handelt sich dabei um die Schmiedemeisterfamilie Zeitler in der Bachstraße, mit Hausnamen "Loua-Schmied" genannt. Werner Männer, der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege vermutete nach Rücksprache mit der Familie, dass das Kreuz aus Dankbarkeit errichtet wurde. Ein Brand hatte in der Bachgasse eine Scheune des Betriebes vernichtet. Der relativ geringe Schaden dürfte laut Männer der Auslöser für das Aufstellen des Feldkreuzes gewesen sein.
Der Korpus erhielt eine feine Blattgoldauflage, die der Mitterteicher Matthias Krämer liebevoll aufzog. In der Gesamterscheinung hat es also als Zeitzeuge der Geschichte wieder an Bedeutung gewonnen und reiht sich nahtlos in die Zahl der Kreuze, die der Arbeitskreis Heimatpflege wieder zu Ehren kommen lässt.

Für Bürgermeister Roland Grillmeier ist diese Arbeit des Arbeitskreises von großer Wichtigkeit. Für die Nachwelt würden Erinnerungen an die Geschichte erhalten. Besonders dankte der Bürgermeister den Helfern Alfred Grillmeier und Karl Koller für den ehrenamtlichen Einsatz. Werner Männer erklärte den relativ späten Zeitpunkt der erneuten Kreuzweihe. Es sei gerade Kirchweih, daher habe eine Kreuzweihe genau den richtigen und würdigen Rahmen.

Die Geräte für die Restaurierung wurden von der Mitterteicher Firma Hans Schaumberger GmbH & CoKG kostenlos zur Verfügung gestellt.

Text: Hubert Laubert, Fotos: Hubertus Krämer

 

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