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Segen für Zeitzeugen christlicher Kultur (7)

Kreuz bei der Mittermühle

Im Beisein zahlreicher Gläubiger erhielt das Feldkreuz bei der Mittermühle von Stadtpfarrer Anton Witt den kirchlichen Segen. Das Marterl war in den vergangenen zwei Jahren von Grund auf saniert worden.

Werner Männer vom Arbeitskreis Heimatpflege ging in seiner Begrüßungsrede kurz auf die Entstehung dieser bäuerlichen Flurdenkmäler ein. Diese seien vor allem der gläubigen und bäuerlichen Bevölkerung zu verdanken.

Symbole der Dankbarkeit

Diese Feldkreuze waren meist schon vor mehr als 100 Jahren errichtet worden -aus Dankbarkeit wegen irgendeines Ereignisses oder auch zur Erinnerung an den gekreuzigten Jesus Christus, sagte Männer. "Sie sollten die Menschen daran erinnern, wer für die reiche Vielfalt auf Erden sorgt, der Schöpfer."

70 Feldkreuze

Alleine rund um Mitterteich gebe es mehr als 70 solcher Feldkreuze, informierte Männer weiter. An denen ging man früher kaum vorbei, ohne den Hut vor den Gekreuzigten zu ziehen, ein Kreuzzeichen zu schlagen oder ein "Gelobt sei Jesus Christus" zum murmeln.

In fürchterlichem Zustand

Viele dieser Flurdenkmäler seien in einem fürchterlichen Zustand, wie auch vor der Restaurierung dieses an der Mittermühle. Das Marterl sei aber immer wieder von Spaziergängern geschmückt worden. Sogar ein behelfsmäßiges Kreuz sei angebracht worden.

Den Arbeitskreis Heimatpflege, so Männer, habe es bewogen, diesen traurigen Zustand zu beenden und dem Flurdenkmal ein neues Aussehen zu geben. Jetzt nach zweijähriger Arbeit sei das Kreuz wieder fertiggestellt. Männer dankte allen Helfern und Spendern, viele davon wollten jedoch nicht genannt werden.

Sein Dank galt dem Katholischen Frauenbund und der Mitterteicher Volksbank, die mit großzügigen Spenden dazu beitrugen, dass auch das Umfeld des Flurdenkmales neu gestaltet werden konnte. Zudem sei sogar noch etwas Geld übrig, um auch an anderen Kreuzen kleine Schönheitsreparaturen durchzuführen.

Erhard Sommer ging in seiner Rede kurz auf die Geschichte dieses Feldkreuzes bei der Mittermühle ein, das eine bewegte Vergangenheit hinter sich habe.

Brotzeit zum Ausklang

Anschließend segnete Stadtpfarrer Anton Witt das neu sanierte Feldkreuz. Nach der Maiandacht gab es noch ein gemütliches Beisammensein mit Bier und einer Brotzeit.

 

Quelle: „Der Neue Tag” v. 31. Mai 2007 - Konrad Rosner
Bilder: Konrad Rosner, Privat

 

 

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